Fritz von Herzmanovsky-Orlando
Lesung und Musik (Gastspiel)
Termine: 8. / 9. / 10. April 2025, 19:00 Uhr
Grotesk, satirisch und unglaublich komisch.
Jede Ähnlichkeit mit heutigen Zuständen ist möglich.
Jaromir Edler von Eynhuf, Sekretär im Wiener Hoftrommeldepot, möchte seinem geliebten Kaiser Franz zum 25. Thronjubiläum eine Sammlung von jungfräulichen Milchzähnen überreichen, aber der letzte – der fünfundzwanzigste – Zahn fehlt.
Die grotesken Situationen und überspitzten Figuren dieses Romans demaskieren das Wesen des Menschen auf geradezu unheimliche und gleichermaßen zum Schreien komische Weise.
Herzmanovsky-Orlando ist ein Meister der schrillen, aber auch feinsinnigen Hinterfotzigkeit.
Tragikomödie mit Tiefstgang.
Lesung: Wolfram Berger
Musik (Violine etc.): Toni Burger
https://www.residenzverlag.com/autor/fritz-von-herzmanovsky-orlando
Diverse Autoren
Minidramen (9 Uraufführungen)
Termine: 16. / 17. / 18. / 21. / 22. / 23. März 2025, 19:00 Uhr
Im Jahr 2024 schrieb das Kabinetttheater einen anonymen Minidramenwettbewerb zum Thema FÜNF SINNE aus. Aus 73 Einsendungen wurden 5 Siegertexte erkoren. Sie stammen von Sonali Beher, Dietmar Füssel, Natascha Gangl, Markus Köhle und Ingrid Lang und spiegeln in ihrer stilistischen wie inhaltlichen Vielfalt viele Aspekte des Themas wider: die Auffassung von Identität als Bündel von Wahrnehmungen, die Hinterfragung und Wertung von Sinneswahrnehmungen oder das Verhältnis von Sinn und Sinnen. Den Rahmen bilden ein Minidrama von Gerhard Rühm, das sich mit der Übertragung von Sinneswahrnehmungen auseinandersetzt, und eine surrealistische Setzung von David Rühm. Die Texte von Gennadij Gor und Daniil Charms sind poetisch-kritische Kommentare zu den Auswirkungen eines Gewaltregimes auf den Einzelnen.
Das klingt nach einer wilden Mischung – am besten, Sie gehen mit offenen Sinnen in die Vorstellung und machen sich selbst ein Bild!
Gerhard Rühm: augenblickliche finsternisse (1975)
Markus Köhle: Die Gehörgang (2024)
Gennadij Gor: Das Ohr (Manja) (1938)
Sonali Beher: Mensch mit Kopf (2024)
Daniil Charms: Eines Morgens betrachtete sich ein Mensch (1934)
Natascha Gangl: Im Theater (2024)
Dietmar Füssel: Telefonat (2024)
Ingrid Lang: sinnlos (2024)
David Rühm: Der Selbstfresser (1980)
Spiel: Katarina Csanyiova, Walter Kukla, Christian Pfütze
Musik: Paul Skrepek
Bühne, Figuren: Roman Spieß
Video: Gabriel Tempea
Mund: Anna Hauf
Technik: Kolja Meierhofer
Dramaturgie: Alexandra Millner, Julia Reichert
Inszenierung: Alexandra Millner, Christian Pfütze
Karten: 29,- / KC Alsergrund 18,-
Für Studierende und Heranwachsende: 18,-
Maria Hofstätter / Melissa Coleman
Lesung und Musik (Gastspiel)
Termine: 3. / 4. Februar 2025, 19:00 Uhr
Wohin sollten die Flüchtlinge der „Mühlviertler Hasenjagd“ flüchten, um dem sicheren Tod zu entgehen? Wohin – heißt es auch heute für viele, die Hunger, Krankheit und Tod entkommen wollen. Maria Hofstätter liest die Geschichte von Igor, der aus dem KZ-Mauthausen flieht und die Geschichte von Louafi, der eine gefährliche Reise übers Mittelmeer antritt. Der eine überlebt, der andere stirbt. Ob Tod oder Leben, entscheidet auf der Flucht oft nur der Zufall.
Texte:
„Die Geschichte von Igor“ aus Die Hatz von Thomas Karny
„Alle Fälle“ aus deshalb leben wir von Wisława Szymborska
„Die Geschichte von Louafi“ aus Gestrandet von Youssouf Amine Elalamy
Textfassung und Lesung: Maria Hofstätter
Komposition und Live-Musik: Melissa Coleman
Karten: 29,- / KC Alsergrund 15,-
Kinder von 6 bis 10 Jahren: 15,- / Für Studierende und Heranwachsende: 17,-
Hugo Ball
Zum 28. Mal
Termine: 10. Dezember 2024, 19:00 Uhr
„Alle Jahre wieder“ ist diesmal nicht wie alle Jahre, da Julia Reichert, die Gründerin und Prinzipalin des Kabinetttheaters, am 29. Oktober 2024 verstorben ist. Ihrem Wunsch gemäß führen wir das Kabinetttheater als Team weiter.
Aus diesem Grund soll dem alljährlichen vorweihnachtlichen Aufführungsritual auch heuer kein Abbruch getan werden.Termine:
Spiel: Katarina Csanyiova, Tanja Ghetta, Walter Kukla
Technik: Kolja Maierhofer
Bruit: Anna Clare Hauf
Regie: Julia Reichert
Hugo Ball führte sein Krippenspiel Ende Mai 1916 im Zürcher Cabaret Voltaire als „bruitistisches Konzert” zusammen mit Hans Arp und Tristan Tzara auf. Es sollte als poème simultan die Lesung der Weihnachtsgeschichte begleiten, wurde also über die Lesung gelegt. Doch warum gab man das Krippenspiel im Frühsommer? Nun, es war mitten im Ersten Weltkrieg, mitten in der „Agonie und dem Todestaumel der Zeit“, so Hugo Ball. Mit dem Kind wollte man der Hoffnung auf Erneuerung der Kunst und des Lebens Ausdruck verleihen. Dada war so jung und nackt und arm wie das Kind in der Futterkrippe. Die Andacht bestand in einer heiteren Feier des Ursprungs allen Lebens – das schiere Gegenteil von Krieg, die Bekundung eines großen Willens zum FRIEDEN.
In diesem Sinne erfreuen Sie sich des Bratapfelduftes, der sich durch das Kabinetttheater zieht, während in der Bühne die Schafe blöken, die Eseln iahen und die Kamele furzen – am Theaterhimmel ein zackiger Stern und im Stall heftiges Kettengerassel.
In der Bratapfel-Kommunion erfüllt sich dieser Abend!
Preis: 35.- (inclusive Bratapfel nach der Vorstellung)
Für Heranwachsende zwischen 6 und 10 Jahren: 18.-
Die Kultur Card Alsergrund hat für das KRIPPENSPIEL. CONCERT BRUITISTE keine Gültigkeit.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen eine frohe und friedliche Weihnachtszeit!
Das Team des Kabinetttheaters
Diverse Autoren
Präsentation der 5 Siegertexte des Minidramenwettbewerbs 2024
Termine: 23. November 2024, 10:00 Uhr
WAHN & SINNE
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Präsentation der 5 Siegertexte des Minidramenwettbewerbs 2024
Lesung und Live-Musik
Sonali Beher: Mensch mit Kopf
Dietmar Füssel: Telefonat
Natascha Gangl: Im Theater, 2024
Ingrid Lang: sinnlos
Markus Köhle: Die Gehörgang
Lesung: Martina Spitzer und Christian Pfütze
Musik: Paul Skrepek
Termin: Sa 23.11., 10:00
Die Stücke werden im Rahmen eines Minidramenprojekts 2025 gezeigt.
Karten: 29.– / KC Alsergrund 18.–
Für Studierende und Heranwachsende: 18.–


